Musiktheater
Oper in zwei Akten
Musik von Paul Moravec
Libretto von Mark Campbell
Basierend auf dem Roman von Stephen King | Veröffentlicht und präsentiert mit Genehmigung von Subito Music Corporation
Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten | eine Pause
Zu allen Vorstellungen (außer der Premiere) findet 30 Minuten vor Beginn eine Einführung und im Anschluss ein Nachgespräch statt.
In Kooperation mit
Tief eingeschlossen in den Bergen Colorados befindet sich das Overlook Hotel. Für die Wintermonate beziehen Jack, seine Frau Wendy und ihr Sohn Danny das abgelegene Hotel als Hausmeisterfamilie. Doch die Isolation fordert schnell ihren Tribut. Jack, der versucht, sich von seiner Alkoholabhängigkeit zu erholen, wird vom Geist seines eigenen missbräuchlichen Vaters heimgesucht. Und durch seine mysteriöse Hellseherei – vom Hotelkoch Mr. Hallorann „the shining“ („das Leuchten“) genannt – erkennt Danny, dass sie nicht die einzigen Gäste sind. Was als verzweifelte Suche nach einem finanziellen und ehelichen Zufluchtsort begann, entwickelt sich nun zu einem schrecklichen Kampf um geistige Gesundheit und pures Überleben.
Basierend auf Stephen Kings Bestseller und mit der ebenso eindringlichen wie erschreckenden Musik von Paul Moravec (*1957) gerät THE SHINING zum packenden Opernthriller. Trotz der paranormalen Aktivitäten ist es eine menschliche Geschichte über eine gewöhnliche Familie, die unter schrecklichen Umständen um ihr Überleben kämpft. Die beiden Bereiche des „Natürlichen“ und des „Übernatürlichen“ spiegeln sich in kontrastierenden musikalischen Klangwelten wider und für jede Figur (einschließlich das Overlook Hotel selbst) hat Paul Moravec eine Reihe unverwechselbarer Leitmotive komponiert, die im Laufe der Horror-Geschichte kontinuierlich interagieren. Die erfolgreiche Uraufführung der Oper fand am 7. Mai 2016 im Ordway Music Theater in Saint Paul, Minnesota, statt.
8–52 €
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„Es ist ein musikalisch wie visuell überragender Albtraum, den man am frisch getauften Staatstheater Regensburg gerne mitträumt. […] Ein komponierter Abgrund, den das Philharmonische Orchester Regensburg unter Stefan Veselka virtuos differenzierend ausleuchtet. […] Das Staatstheater Regensburg setzt damit seinen Weg fort, den es in vergangenen Jahren begonnen hat: Als ein Theater, das mit orchestraler und sängerischer Kompetenz sein Faible für Neues und für Neuentdeckungen auslebt – und damit ein stetig wachsendes Publikum begeistert, wie auch der lang anhaltende Applaus fürs Ensemble, den gerührten Komponisten und seinen Librettisten beweist.“ — (11.5.26)
„Das frischgekürte Staatstheater Regensburg sicherte sich nun die Europäische Erstaufführung und landete damit – dem tosenden Schlussapplaus nach zu urteilen – einen Coup. […] Vitus Heumüller war in der Sprechrolle des Danny fabelhaft präsent, die kleine, aber sängerisch anspruchsvolle Kinderrolle der ermordeten Grady-Girls war bei Marlene Mathy und Sarah Winter bestens aufgehoben. […] Doch gebührt abschließend dem Philharmonischen Orchester Regensburg unter Generalmusikdirektor Stefan Veselka ein Riesenkompliment: Was da opulent und differenziert aus dem Graben tönte, war wahrlich eines Staatstheaters würdig.“ — (10.5.26)
„Allen voran war es Bariton Carl Rumstadt, der Jack Torrances Zerrissenheit in jeder Phase glaubhaft machte – eine sängerisch wie darstellerisch überragende Leistung. Theodora Varga stürzte sich mit technisch exzellent kontrolliertem Furor in die weniger dankbare Rolle der liebenden, aber an ihrem Mann (ver)zweifelnden Wendy Torrance. […] Die bedeutendste Nebenfigur des Küchenchefs Dick Halloran, der Dannys Gabe teilt und von ihm telepathisch zur Hilfe gerufen wird, stattete Aubrey Allicock mit einfühlsamer Wärme aus, George Kounoupias war als Dicks mörderischer Hausmeister- Vorgänger Delbert Grady auf irritierend unterhaltsame Weise dämonisch.“ — (10.5.26)
„Wie sich das Philharmonische Orchester Regensburg unter seinem Chef Stefan Veselka hineinsteigert, den Ausschlägen und klanglichen Kulissenwechseln folgt, imponiert. […] Hotelzimmer, Keller, der verbotene Gang im ersten Stock, die Bar, in die sich Jack hineinimaginiert – alles wird herbeigezaubert wie eine gut geölte Broadway-Maschinerie. […] Als erneute Leistungsschau eines frisch geadelten Theaters ist diese Produktion aber vor allem eines – ein Coup.“ — (10.5.26)
„Staunenswert auch die Leistungen der Hauptdarsteller: Carl Rumstadt als Jack Torrance, Theodora Varga als seine besorgte Frau und Vitus Heumüller als deren gemeinsamer Sohn Danny, der mit der titelgebenden Gabe des ‚Shining‘, der Vorahnung, ausgestattet ist. Generalmusikdirektor Stefan Veselka war so kraftvoll und motiviert, als ob es darum ging, einen neuen Stephen-King-Bestseller für die Leinwand zu vertonen. Freunde krasser Grusel-Akustik werden das genossen haben. […] Eine starke Saison in Regensburg, die durch ihre Risikofreude überzeugte.“ — (10.5.26)
„Die Regie von Sebastian Ritschel verzichtet auf billige Effekte und zeigt vielmehr, höchst aktuell, den alltäglichen Wahnsinn, der sich hinter der Normalität der amerikanischen Familie (und der amerikanischen Politik, möchte man hinzufügen) verbirgt. […] Das Ensemble, allen voran der aus Bonn ‚ausgeliehene‘ Carl Rumstadt mit seinem vollen Bariton als der ‚Ehemann und Vater‘ Jack Torrance und Theodora Varga, die auch die Höhen noch kraftvoll und intonationssicher bewältigt, als dessen Ehefrau Wendy, überzeugt durchweg. […] Das volle Haus und der lange Schlussapplaus fürs Ensemble und für den Komponisten und den Librettisten, die aus den USA angereist waren, widerlegen die hartnäckige Behauptung, dass man das, auch sichtlich ältere, Publikum mit zeitgenössischer Musik nicht erreichen könne.“ — (10.5.26)
„Star der Opernpremiere nach dem Festakt zur Staatstheatererhebung und Eröffnung der 40. Bayerischen Theatertage mit dem Motto ‚Vielfalt leben‘ ist das Bühnenbild von Sam Madwar. […] Intendant Sebastian Ritschel nutzt in seiner realistisch gedachten Inszenierung alle Angebote des aus wesentlichen Roman-Episoden kompilierten Textes von Mark Campbell und der flächig flutenden Komposition des Pulitzer-Preisträgers Paul Moravec. […] Der Schrecken entsteht aus dem Gegensatz zwischen den im imposanten Raum klein wirkenden Darstellern und der musikalisch-dekorativen Opulenz (Kostüme passgenau von Barbara B. Blaschke).“ — (10.5.26)
„Ein naturalistisches Setting im besten Sinne, das den King’schen Horrorszenarien in der subtilen Regie von Intendant Sebastian Ritschel ein Gesicht gibt, das nie ins einfach nur Plakative kippt. […] In knackigen 110 Minuten arbeitet GMD Stefan Vesalka am Pult des großartigen Philharmonischen Orchesters Regensburg Musik heraus, die nicht auf Thriller-Teufel komm raus um Effekte heischt – und gerade dadurch Effekt macht. […] Und Nachwuchskünstler Vitus Heumüller fasziniert mit ganz starker Präsenz als Kind, das viel zu früh zum Erwachsenwerden gezwungen wird – zerrieben zwischen den Konflikten seiner Eltern und den übersinnlichen, todbringenden Erscheinungen im Overlook.“ — (10.5.26)