Pauliina Linnosaari ist eine finnische Sopranistin mit internationaler Karriere. In der Saison 2026/27 debütiert sie u. a. beim SWR-Rundfunkorchester sowie bei den Bregenzer Festspielen. An der ABAO Opera in Bilbao singt sie die Ortlinde in DIE WALKÜRE. Im Sommer 2026 übernimmt sie die Titelpartie der Salome bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen.
2024 war sie erstmals als Madame Lidoine in DIALOGUES DES CARMÉLITES an der Finnischen Nationaloper in Helsinki zu erleben. In der Spielzeit 2025/26 war sie mit dieser Partie am Staatstheater Karlsruhe zu hören, wo sie bereits zuvor in zahlreichen großen Rollen auftrat, darunter Elsa (LOHENGRIN), Elisabeth (TANNHÄUSER), die Marschallin (DER ROSENKAVALIER), Tatjana (EUGEN ONEGIN), Rosalinde (DIE FLEDERMAUS), Chrysothemis (ELEKTRA) sowie die Titelrollen in TOSCA und SALOME.
Ihr Debüt an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg feierte sie als Tschang-Haitang in Zemlinskys DER KREIDEKREIS, eine Partie, die sie auch in Karlsruhe interpretierte. 2024 wurde sie bei einer Puccini-Gala mit dem Sinfonieorchester Heilbronn mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet.
Gastengagements führten sie u. a. als Chrysothemis nach Basel, als Marschallin nach Bremen, als Leonore (FIDELIO) nach Chemnitz, als Ariadne nach Salzburg und als Desdemona zum Savonlinna Opera Festival. Von 2017 bis 2023 war sie festes Ensemblemitglied des Saarländischen Staatstheaters, wo sie in zentralen Partien wie der Marschallin, Salome, Mimi, Leonora, Ariadne und Medée große Erfolge feierte.
Ihre musikalische Ausbildung begann früh mit Klavier und Violine, später studierte sie Gesang an der Sibelius-Akademie, der Metropolia Hochschule und der Indiana University Jacobs School of Music. Sie war Stipendiatin der Matti-Salminen-Stiftung und Mitglied des Opernstudios Weimar.