Lara Kaiser studierte Regie an der HfS Ernst Busch Berlin und für ein Semester am Department for Alternative Theatre der DAMU Prag. Am Anfang ihrer Arbeiten steht oft etwas Unscheinbares: ein Material, ein Phänomen oder eine Frage. Gemeinsam mit allen Beteiligten wird im Probenprozess gesammelt, gespielt, verworfen und neu zusammengesetzt – bis Situationen entstehen, die überraschen und Assoziationen eröffnen. Dabei verbindet sie Schauspiel, Physical Theatre sowie Material- und Objekttheater.
Seit ihrem Abschluss arbeitet sie u. a. am Jungen Nationaltheater Mannheim, am Jungen Schauspielhaus Bochum und am Figurentheater Chemnitz. Es entstanden Inszenierungen wie DER VERSCHOLLENE nach Kafka, die Materialrecherche SCHAUM ICH AN und das Klassenzimmerstück S.U.P.E.R. über die Kraft des Tagträumens. Zuletzt entwickelte sie DENK JETZT NICHT AN ZITRONE, eine vielsinnliche Stückentwicklung mit integrierter künstlerischer Audiodeskription.
Auch außerhalb des Theaters interessieren sie Orte, an denen sich Menschen begegnen und gemeinsam gestalten. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße, wo sie regelmäßig Workshops gibt und gemeinsam mit anderen Künstler*innen eine interdisziplinäre Summerschool organisiert.