Hurra – seit dem 8. Mai ist es so weit: Das Theater Regensburg ist Staatstheater! Doch was bedeutet das genau und was ändert sich jetzt? Eine kurze Zusammenfassung.
Was passierte zum Stichtag 8. Mai 2026?
Seit 8. Mai darf das Theater Regensburg den Titel „Staatstheater“ führen. Im Rahmen eines Festakts wurde das Theater Regensburg feierlich zum Staatstheater erhoben. Unter der Beteiligung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, des Wissenschafts- und Kunstministers Markus Blume, des Finanz- und Heimatministers Albert Füracker und des Oberbürgermeisters Dr. Thomas Burger nahmen die aktuellen Vorstände Sebastian Ritschel und Dr. Matthias Schloderer den Titel stellvertretend für das ganze Haus entgegen. Außerdem wurde die „Kooperationsvereinbarung zum Staatstheater Regensburg“ von Freistaat Bayern und Stadt Regensburg unterzeichnet, die die künftige Zusammenarbeit der beiden Fördergeber regelt.
Was bedeutet „Staatstheater“?
Wenn das Theater Regensburg nun ein Staatstheater wird, bedeutet das, dass das Haus in Zukunft vom Freistaat Bayern und der Stadt Regensburg in gleicher Höhe gefördert wird. Bisher wurde der größere Förderanteil von der Stadt Regensburg getragen, nun hat der Freistaat schrittweise seine Förderung erhöht.
Was heißt das in Zahlen?
Im Haushaltsjahr 2025 hat der Freistaat das Theater Regensburg mit rd. 12,5 Mio. € gefördert und die Fördersumme damit in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 ergab sich daraus ein staatlicher Anteil von gut 42 %. In den kommenden Jahren ist vorgesehen, die staatliche Förderquote schrittweise weiter zu erhöhen, bis zum Erreichen einer paritätischen Finanzierung (50%).
Was bedeutet „Staatstheater“ nicht?
Das Theater Regensburg wird kein Bayerischer Staatsbetrieb, es bleibt weiter ein Kommunalunternehmen und somit in der Trägerschaft der Stadt Regensburg. Auch ändert sich selbstverständlich die DNA des Hauses nicht: Wir verstehen uns als Vielspartenhaus als zentraler Anlaufpunkt Ostbayerns und legen einen Schwerpunkt auf Ur- und Erstaufführungen sowie auf besondere Wiederentdeckungen und Neuinterpretationen. Wir treiben die digitale und nachhaltige Transformation weiter voran und machen das Haus für die Zukunft sattelfest.
Wofür wird die erhöhte finanzielle Förderung verwendet?
Erklärtes Ziel des Freistaats Bayern ist es, die künstlerische Qualität des Theater Regensburg weiter auszubauen und damit seine überregionale Bedeutung in der Region, in Bayern und deutschlandweit zu stärken.
Das Theater Regensburg hat in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Vorstellungen und der angebotenen Produktionen signifikant gesteigert, neue Spielstätten sind hinzugekommen, mit dem Jungen Theater sogar eine ganze Sparte – die dahinterliegenden Strukturen wurden jedoch nur unterproportional angepasst. Die zusätzliche Förderung schafft nun personelle Entlastung in zahlreichen Bereichen des Hauses und schlägt sich dadurch noch einmal spürbar in der Qualität des Gezeigten nieder. Für die Ausstattung sind neue Lösungen denkbar, außerdem können wir die Vermittlung der Inhalte vor Ort und auf digitalem Wege signifikant ausbauen. Zudem ist ein spürbarer Teil bereits in die allgemeinen Kostensteigerungen, in die Tariferhöhungen der letzten Jahre sowie in die signifikante Anhebung der Einstiegsgage im künstlerischen Bereich geflossen.